Jene Tscherkessen, die im 19. Jahrhundert nach Israel gekommen sind, stammen aus dem nördlichen Kaukasus, einer Region in Europa und Asien. Ihre Nachbarn nannten sie damals Tscherkessen, was "Bergbewohner" bedeutet, aber der ursprüngliche Name ist "Adigai", was übersetzt soviel wie edel heißt. Die Tscherkessen konvertierten vom Christentum zum Islam in der Mitte des 17. Jahrhunderts, als sie entlang der Seidenstraße auf die Tataren und die Türken trafen. Nach der Niederlage in einen langen Krieg gegen das russische Reich, wurden die Tscherkessen in osmanisch-türkische Gebiete verbannt, darunter auch die Mittelmeerregion. Hier praktizierten sie ihr Leben nach ihrem Ehrenkodex dem „Chabze“, einem ausgefeilten Regelwerk zum friedlichen Zusammenleben zwischen Mann und Frau, der Familie und der Sippe.
Das Dorf Kfar Kama ist ein stolzes Schaufenster der Tscherkess'schen Kultur. Der Höhepunkt des Besuchs ist hier das Tscherkessen Museum, welches sich in einem traditionellen alten Basalt-Haus befindet. Die Exponate erwecken die landwirtschaftlichen Wurzeln, die Sprache und Bräuche dieser Gemeinschaft zum Leben, und zeugt von der harten Arbeit, und den Herausforderungen zum Erhalt ihrer Traditionen trotz ihrer geringen Zahl. Mit Stolz leisten sie ihren Beitrag zum Gedeihen des Staates Israel. Ein besonderer Leckerbissen ist ein Dorfrundgang. Einige der alten Häuser sind bis heute erhalten und sie erzählen bunte Geschichten über die ersten Siedler, die hier damals im Jahr 1878 angekommen sind.
Hier finden Sie informationen zu Führungen durch das Tscherkessen Museum, durch Kfar Kama und spezielle Tscherkessische kulturelle Veranstaltungen:
www.circassianmuseum.com