Dieser faszinierende, unterirdische Begräbnisort nahe dem Gipfel des Ölberges ist, nach mittelalterlichen jüdischen und christlichen Überlieferungen, die Grabstätte der Propheten Haggai und Zacharias.
Besucher, die das Grab hinabsteigen, was jetzt unter dem Gewahrsam der russisch-orthodoxen Kirche steht, sind sofort von dem Geheimnis der halbkreisförmigen Katakombe mit ihren 50 leeren, in den Fels geschnittenen Gräbern beeindruckt, die sich fächerförmig ausbreiten und durch Korridore miteinander verbunden sind.
Für die Bewohner Jerusalems war dies für eintausend Jahre eine Begräbnisstätte, und zwar von 500 vor Christus bis 500 nach Christus. Über einigen der Gräber findet man sogar noch Inschriften auf griechisch und hebräisch.
Zwei merkwürdig aussehende Löcher auf jeder Seite des Eingangs, mit einem Durchstoß in den Felsen, der von dem wegführte, der einst ein Wasserrohr gehalten hatte, ließen die Archäologen sich fragen, wozu dieser Ort benutzt wurde, bevor er ein Friedhof wurde. Wenn Sie diesen Ort einmal besucht haben, werden Sie besser denn je verstehen, dass Jerusalem mehr ist als das, was das Auge sieht!