Das heutige Galiläa ist ein noch relativ unbekanntes Reiseziel. Seine Tourismusmöglichkeiten haben sich langsam entwickelt, aber in den letzten Jahren haben die Gastfreundschaft seiner Bewohner und das wachsende, weltweite Interesse an Landwirtschaftstourismus und Ökotourismus die Gegend in zunehmendem Maße beliebt gemacht. Die antiken Orte Galiläas wurden bewahrt und restauriert – so z.B. die Altstadt von Acre, die wunderbare Künstlerstadt Safed oder die Überreste der aus der Bronzezeit stammenden Metropolen Hazor und Dan.
Natürliche Schätze wie die Quellen des Jordan-Flusses, der Hula-Nationalpark und der Biria-Wald erwarten den Besucher, der die freie Natur liebt.
Der Reiz Galiläas liegt in seinem grünen, fruchtbaren Hügelland, das in scharfem Kontrast zur judäischen Wüste nebenan und auch zum landschaftlichen Bild der Mittelmeerküste steht. Bis zu 600 Meter hoch türmt sich die reich gegliederte Landschaft, die aus ihrer Höhenlage in den heißen Sommern des Nahen Ostens Nutzen ziehen kann. Es ist nicht ganz so heiß hier oben und es weht immer eine leichte, kühlende Brise; für viele Menschen eine besondere Urlaubsqualität. Auch Aktivurlaubern hat diese Region jede Menge zu bieten.
Das macht sich zum Beispiel in Safed bemerkbar, einer malerischen Stadt, die heute Künstlerkolonie ist. Ihre große Bedeutung hat sie als Ort religiöser Mystik gewonnen. Safed war ein Zentrum der Kabbala, der mystischen Geheimlehre des Judentums und viele berühmte Gelehrte liegen hier begraben.
Galiläa als Reiseziel ist ein Ort, den man langsam auf sich wirken lassen muss, ein Ort, an dem man im Schatten eines alten Ölbaums sitzt, ein Sonnenbad an einem ruhigen Strand nimmt oder eine Kopfsteinpflasterstraße entlang spaziert und dem Widerhall der Schritte in der Landschaft lauscht. Seine mystische Atmosphäre nimmt den Besucher weit weg hinaus aus der hektischen Welt, in der wir heutzutage leben.
Wir hoffen, Sie in Galiläa willkommen zu heißen und helfen Ihnen, ein neues und lohnendes Reiseziel zu entdecken.
Galiläa ist keine große Region. Nur 128 Kilometer trennen seine nördliche Grenze – der Gipfel des Berges .
Die Fahrt von einem Ende Galiläas zum anderen dauert nur eine Stunde, und zu den bedeutenden Attraktionen in ganz Israel ist es auch nur ein Katzensprung: eine zweistündige Fahrt nach Tel Aviv, unter drei Stunden nach Jerusalem oder ans Tote Meer. Hermon - von seiner südlichsten Grenze entlang der Jezreel-Ebene, dem Ort des biblischen Armageddon. Seine östliche Ausdehnung auf der fernen Kante der Golan-Hochebene liegt nur 80 Kilometer vom Mittelmeer im Westen entfernt, aber diese 8.046 Quadratkilometer umfassen eine verblüffend schöne und kontrastreiche Landschaft: Berge und Täler, fruchtbare Hochebenen, kahle Klippen und eine schimmernde Meeresküste
Vor sechstausend Jahren gab es in Galiläa weitreichende menschliche Aktivitäten. Die natürlichen Wälder, die die Berge Galiläas bedeckten, wurden abgeholzt und durch Farmen und Dörfer ersetzt. Auf den Ebenen entstanden große Städte.
Vor ca. 4.000 Jahren war Hazor, eine berühmte, biblische Stadt, ein weltbekanntes Handelszentrum.
Vor ungefähr 3.500 Jahren eroberten Josua und die israelitischen Stämme Galiläa und siedelten sich hier, Seite an Seite mit der heidnischen Urbevölkerung, an.
Die Berge von Galiläa waren die Geburtsstätte des jüdischen Mystizismus. Shimon Bar Jochai, der als der erste jüdische Mystiker angesehen wird, lebte in Galiläa im zweiten Jahrhundert nach Christus.
Im sechzehnten Jahrhundert wurde die kleine Stadt Safed zum Geburtsort der Kabbala.Der Berg Tabor im unteren Galiläa wird im Alten Testament zum ersten Mal erwähnt. Hier besiegten die Israeliten unter der Richterin Debora die Kanaaniter. In der christlichen Tradition gilt der Berg Tabor als Berg der Verklärung. Von hier oben hat man einen phantastischen Rundblick über das landwirtschaftlich geprägte Galiläa, bis nach Nazareth und zum See Genezareth.