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Das Masada Museum

Im Mai 2007 wurde in Masada ein einzigartiges und innovatives museologisches Erlebnis vorgestellt. Die Kombination archäologischer Artefakte und einer Theateratmosphäre mit einem begleitenden Hörspiel und Audio-Erklärungen schafft eine bedeutsame, geführte Rundreise durch die Geschichte von Masada.

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Das Masada Museum

Das Masada Museum in Gedenken an Yigael Yadin
finanziert von der Shuki Levy Stiftung
Gila Hurvitz (Kurator) und Eliav Nahlieli (Designer und Produzent)


Im Mai 2007 wurde in Masada ein einzigartiges und innovatives museologisches Erlebnis vorgestellt. Die Kombination archäologischer Artefakte und einer Theateratmosphäre mit einem begleitenden Hörspiel und Audio-Erklärungen schafft eine bedeutsame, geführte Rundreise durch die Geschichte von Masada.


Die archäologischen Artefakte, die am Standort von Masada zwischen 1963 und 1965 von der hebräischen Universität Jerusalem unter der Leitung des ehemaligen Professors Jigael Jadin ausgegraben wurden, werden in beleuchteten Schaukästen ausgestellt, die auf neun Theaterszenen verteilt sind. Die Artefakte sammeln sich um drei Hauptthemen: Herodes, die Rebellen und die römische Armee.


Die Atmosphäre, die den Besucher und die Artefakte umgibt, wird vor einem lebensgroßen Hintergrund präsentiert, der den Boden, die Wände, gemeißelte Figuren und architektonische Elemente einschließt – sie alle wurden peinlich genau angefertigt und in Schattierungen von dunkelgrau bis schwarz angemalt, um ein Gefühl der „abwesenden Präsenz“ zu erzeugen, die ins Dunkel hinein verschwindet. Die minimale Beleuchtung, die den Museumsraum durchdringt, setzt den Besucher dreidimensionalen Anspielungen aus, was die dramatischen Winkel des Hintergrundes hervorhebt. In jeder der Szenen spielt sich ein einbezogener Dialog zwischen den Artefakten und dem Bühnenbild ab. Die Beleuchtung, die sich innerhalb der Schaukästen konzentriert, verleiht einem das Gefühl, dass die archäologischen Artefakte in der Dunkelheit schweben, und dass sie die Lichtquelle für den umgebenden Hintergrund sind.


Der Besucher bewegt sich durch die gestalteten Räumen mit Kopfhörern, über die er die Erklärungen zu den Exponaten vernimmt, einschließlich einer spannenden Präsentation, die ihm  hilft, die Geschichte hinter den archäologischen Fundstücken „zu sehen und zu fühlen“. Das Hörspiel ist das „strahlende Licht“ auf dem schwarzen Hintergrund, der, zusammen mit den archäologischen Fundstücken, die die spannende Geschichte von Masada erzählen, den Besucher in die Vergangenheit mitnimmt.


Die Integration und Harmonie zwischen den archäologischen Artefakten, dem Theaterhintergrund, dem Hörspiel und der Audiopräsentation schaffen ein einzigartiges Erlebnis, das den Besucher einlädt, mit der verblüffenden Geschichte Masadas eins zu werden. Die starke Verbindung zwischen den archäologischen Artefakten und dem begleitenden Hintergrund findet ihren Ausdruck in jedem der neun Räume. So finden wir zum Beispiel einen Steintisch und luxuriöses Geschirr und Besteck – zusammen mit Inschriften auf Amphoren, die die Art des Weines spezifizieren und eine Vielzahl von Delikatessen, die den Tisch von König Herodes schmückten – vor dem Hintergrund einer Bankettszene, das in einer römischen Villa veranstaltet wurde. In einem weiteren Raum, in dem die Wohnungen der Rebellen in Kasematten Wänden beschrieben werden, finden wir einfache Kochgefäße, Überreste von Kleidern, Strohkörbe, Bürsten und hebräische Inschriften, die das tägliche Leben der jüdischen Kämpfer und ihrer Familien in Masada darstellen. In einem anderen Bereich werden lateinische Inschriften und Gegenstände, die der römischen Armee zugeordnet werden, vor dem Hintergrund eines Armeelagers der zehnten römischen Legion ausgestellt, die Masada belagerte.


Die Audioerklärungen und das Hörspiel erlauben dem Besucher, die Artefakte mit dem Hintergrund zu verbinden und machen sie während der Erzählung der Geschichte zum Vertrauten des Erzählers. Dies ist der allererste, historische Bericht, der durch die Schriften des Flavius Josephus zu uns gekommen ist; ein Treffen mit dem Historiker in seinem Garten in Rom kennzeichnet den Beginn der Reise durch das Museum. Der Besucher erlebt verschiedene Kapitel der Geschichte – von den Jahren der Herrschaft des Königs Herodes, dem Erbauer von Masada. Es geht weiter durch die Jahre des großen Aufstandes gegen Rom, eine Zeit, in der die Rebellen auf dem Berggipfel lebten; und es endet mit der römischen Belagerung und dem Fall von Masada. Der letzte Raum des Museums ist dem Ausgräber des Ortes, Professor Jigael Jadin gewidmet und beschließt die faszinierende Geschichte von Masada, die zwischen zwei Polen präsentiert wurde – beginnend mit dem Erzähler – dem Historiker Flavius Josephus und endend mit dem Ausgräber und Archäologen Jigael Jadin.


Das Masada Museum ist eine Erlebnisreise. In seinem Zentrum finden wir archäologische Gegenstände in ihrem historischen Kontext vor einem Theaterhintergrund, was eine Tiefe bezüglich der Fundstücke und eine emotionale Erfahrung für den Besucher bietet. Dieser spezielle, museologische Ansatz wurde von dem Designer Eliav Nahlieli und seinem Programa 1 Team zusammen mit dem Kurator Gila Hurvitz und den Mitarbeitern des Institutes für Archäologie der hebräischen Universität Jerusalem entwickelt. Das Projekt ist ein innovativer und mutiger Ansatz und dient als Meilenstein bei Museumspräsentationen in Israel und im Ausland.



Danksagungen:

Urheber: Natur- und Parkbehörde Israel

Ausgrabungen und Forschung: Die hebräische Universität Jerusalem

Artefakte: Mit freundlicher Erlaubnis der Behörde für israelische Antiquitäten

Kuratorschaft und Inhalt: Gila Hurvitz und die Mitarbeiter des Institutes für Archäologie

Design & Produktion: Eliav Nahlieli und das Programa 1 Team

 

Dank an:

Die Behörde für israelische Antiquitäten

Die Touristenvereinigung der israelischen Regierung

Die Bank von Israel

Die Verwaltung der Natur- und Parkbehörde Israel

Die Mitarbeiter des Masada Nationalparks

Juristische Vertretung: Hagai Strohweiss, Rechtsanwalt

Das Projekt wurde durch die Shuki Levy Stiftung, Los Angeles ermöglicht.



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