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Nationalparks und Naturreservate in Nordisrael

Die israelische Behörde für Natur und Parks ist mit der Pflege und dem Schutz dieser Orte betraut. Einige von ihnen verfügen über ein Besucherzentrum, geführte Wanderungen und audio-visuelle Anzeigen. Nun wollen wir Ihnen einige Details über einige der bemerkenswerten Reservate und Nationalparks in Nordisrael nahe bringen.

Auf dieser Seite:

Das Hula Naturreservat

Die israelische Behörde für Natur und Parks ist mit der Pflege und dem Schutz dieser Orte betraut. Einige von ihnen verfügen über ein Besucherzentrum, geführte Wanderungen und audio-visuelle Anzeigen. Nun wollen wir Ihnen einige Details über einige der bemerkenswerten Reservate und Nationalparks in Nordisrael nahe bringen.

Die Nimrod-Festung im nördlichen Teil der Golanhöhen
In der Mitte des Nationalparks der Nimrod-Festung im nördlichen Teil der Golanhöhen steht eine der schönsten Festungen des Mittleren Ostens. Die heute sichtbaren Überreste sind von einem moslemischen Bauwerk übriggeblieben, das über einer mittelalterlichen Kreuzfahrerfestung errichtet wurde.
Die Festung beherrschte die nördliche Straße, die von der Mittelmeerküste nach Damaskus führte und bietet eine herrliche Aussicht auf das Hula-Tal, das obere Galiläa, die Golanhöhen, den Berg Hermon und die Berge des Libanon
.
Falls Sie die verschiedenen Wege entlang wandern, enthüllen sich Geschichten über Verschwörungen und Intrigen aus de Tagen der Kämpfe der Moslems gegen die Kreuzfahrer. Überreste einer Treppe, die sich spiralförmig bis zur Spitze des Turmes windet, verborgene Durchgänge, weitläufige Hallen, Wachtürme, Veranden, die von Wachposten benutzt wurden, Wasserlöcher und sogar ein Gefängnis, dass von den moslemischen Herrschern benutzt wurde, können hier angesehen werden.
Der Glanz der Festung hat die Besucher dieser Gegend beeindruckt. Der Autor Mark Twain, der die Festung während seiner Reise durch Israel besuchte, schrieb, dass „dies wahrscheinlich die vorzüglichsten Ruinen der Welt sind.”
Die Nimrod-Festung kann aus der Richtung Kiryat Shmona von Osten kommend auf der Straße 99 erreicht werden. Die Straße windet sich vorbei an beeindruckenden Aussichtspunkten auf ihrem Weg zum Berg Hermon und dem Dorf Majdal Shams an seinem Fuß.

Das Banias Reservat auf dem Hermon-Fluss

Auf unserem Weg zur Nimrod-Festung auf der Straße 99 oder auf unserem Weg zurück, können wir beim Naturschutzgebiet Banias anhalten. Hier begegnen wir fließendem Wasser, Wasserfällen und Quellen, die im Schatten riesiger Platanenbäume gurgeln. Im Zentrum des Reservats fließt der Hermon-Fluss, eine der Quellen des Jordan. Der Weg schlängelt sich den Fluss entlang und führt zu den Überresten einer kleinen Mühle und später zu einem Wasserbecken, das „Offiziersbecken“ genannt wird, und zu dem beeindruckenden Wasserfall von Banias.
Das Wasser bricht aus den Felsen im Herzen des Reservates hervor und bildet die Quelle für den Fluss. Es ist geschmolzener Schnee, der in die Felsen die Abhänge des Berges Hermon hinunter gesickert ist. Wenn das Wasser die Gegend von Banias erreicht, fließt es heraus und wird in großen Becken gesammelt, die von den Besuchern zum Eintauchen und Wassertreten genutzt werden. Nahe der Quellen sehen wir die Überreste der Stadt Panias und den Tempel des Gottes Pan, eingemeißelt in Stein.
Banias ist auch eine archäologische Fundstätte mit Überresten der hellenistischen Zeit, ein von Herodes errichteter Tempel aus römischer Zeit, Paläste, Mauern und Bauwerke aus der Zeit der Könige Philippus und Agrippa II sowie Fundstücke aus christlichen, Kreuzfahrer und muslimische Zeiten.
Die Rundfahrt durch das Reservat schließt den rituellen Bereich mit ein, die Überreste des prächtigen Palastes aus der Agrippa-Periode, herrliche Bauwerke aus römischer Zeit und einen Spaziergang entlang des Flusses.

Der
Tel Dan National Park
Der Tel Dan Nationalpark ist ein relativ kleiner Park verglichen mit seinen benachbarten Parks im Norden Israels. Er liegt ebenfalls an der Straße 99, die Kiryat Shmona mit den Golanhöhen verbindet
.
In der Mitte des Parks befindet sich eine archäologische Stätte mit den Überresten der biblischen Stadt Laish. Der Stamm Dan, der von den Philistern aus ihrem Land nahe des Mittelmeeres vertrieben wurde, eroberte die Stadt und benannte sie in Dan um. In der Nähe des Berges fließt der Fluss Dan, eine der Quellen des Jordan. Das Wasser stammt von geschmolzenem Schnee des Berges Hermon. Nachdem es tief unter der Erde geflossen ist, bricht es aus den Quellen nahe des Berges hervor. Besucher können aus 3 Wanderwegen auswählen, die bezüglich der Länge und Charakteristik verschieden sind. Der Weg führt durch Bereiche mit schattenspendenden Bäumen, die einen hohen Baldachin bilden, in der Nähe der Stelle, wo man Überreste aus verschiedenen Zeiten anschauen kann, einschließlich der Mauern und des antiken Stadttores und Mühlen. An einigen Stellen nahe des Flusses gibt es kleine Becken, in die man eintauchen oder Wassertreten kann.

“Oforia” in the Hula Reserve
Im Frühling und Herbst wimmelt es im Naturschutzgebiet des Hula-Nationalparks von Zugvogelschwärmen, die dieses Tal auf ihrem Weg von Europa nach Afrika und zurück überqueren. Während dieser Zeiten des Jahres legen Schwärme Tausender Kraniche eine Pause in den nahegelegenen Feldern ein. Einige von ihnen bleiben und verbringen die Wintermonate in der Gegend.
Das Hula-Reservat ist ein Teil des Hula-Sees, der in den 1950ern absichtlich trocken gelegt wurde. Das Reservat sollte die Pflanzen- und Tierarten der Gegend schützen, damit sie wegen der Austrocknung des Sees nicht aussterben müssten.
Der Ort verfügt heute über ein Besucherzentrum, das den Austrocknungsprozess des Sees und die Entwicklung von Leben im Reservat in den folgenden Jahren zeigt. Vor kurzem wurde eine fortschrittliche audio-visuelle Anzeige namens “Oforia” in Betrieb genommen. Hier können die Besucher mithilfe eines multisensorischen, sechsdimensionalen, stereoskopischen Simulationsprogramms, das Ausstellungsräume, geführte Wanderungen und Beobachtungen kombiniert, an dem wunderbaren Zug der Vögel über die ganze Welt teilhaben. Während einer Tour durch die Gegend kommen die Besucher durch 4 Ausstellungsräume, in denen sie der Geschichte des Hula-Naturschutzgebietes und seinem Leben – Pflanzen und Tiere und der Geschichte des Ortes – ausgesetzt sind. Die Tour erreicht ihren Höhepunkt in einer einzigartigen Filmhalle, die das Anschauen des Bildschirms mithilfe stereoskopischer Brillen, Lichteffekten, Geräuschen, Düften und sich bewegenden Stühlen kombiniert. All dies gibt dem Betrachter das Gefühl, gemeinsam mit den Schwärmen des Vogelzuges zu fliegen. Die Teilnehmer erleben Luftturbulenzen, Winde, Regen und Stürme, und für einen kurzen Augenblick wird jeder von ihnen zu einem Zugvogel. Die großartigen Photos der Anzeige wurden von den besten Naturphotografen weltweit gemacht.
Der Ort kann über die Straße 90 von Rosh Pina oder Kiryat Shmona aus erreicht werden.

Das Meshushim Becken und der Süden der Golan-Höhen
Das Meshushim Becken (das sechseckige Becken) ist eines der kostbaren Schätze, die die Natur in der Mitte der Golan-Höhen geformt hat. Es handelt sich um ein Naturschutzgebiet, das durch prachtvolle Formen gekennzeichnet ist, die in die schwarzen Basaltfelsen hinein geformt wurden. Die sechseckigen Säulen fallen ab in ein natürliches Becken, das in die Felsen geschnitten wurde, und bilden ein ungewöhnliches, geologisches Phänomen. Das Wasser erreicht das Becken vom Kanal des Meshushim Flusses, dem größten Fluss im Golan.
Das Reservat kann über die Straße 888 erreicht werden, die den nördlichen Teil des Sees von Galiläa mit der alten Zollstation in der Mitte des Golan verbindet. Die Fahrt beginnt auf dem neuen Parkplatz, der sich ungefähr 3 Kilometer nördlich von Moshav Had Nes befindet und geht weiter auf einer unbefestigten Straße, die für alle Arten von Fahrzeugen geeignet ist. Nach 3 Kilometern kommt ein Parkplatz mit schattigen Stellen, einer Informationsstation der Behörde für Nationalparks und Reservate, Toiletten und einem Kiosk.
Der Abstieg vom Parkplatz zum Becken dauert etwa 15 Minuten, ist jedoch für Leute, die Schwierigkeiten beim Wandern haben, wegen der Steilheit des Weges ungeeignet, was den Wiederaufstieg sehr schwierig gestaltet. Solche Leute können die Aussichtsplattform benutzen, die für Teilnehmer mit Mobilitätsproblemen errichtet wurde. Von der Aussichtsplattform kann man das Naturschutzgebiet Yehudia Forest mit seiner Ansammlung der Eichen des Berges Tabor und die Bäche sehen, die in den See von Galiläa hinab fließen. Neben seiner auffallenden Schönheit kann man im kühlen Wasser des Meshushim Beckens auch schwimmen.
Das ist ein entspannendes und wohltuendes Sommererlebnis.

Kochav haYarden Nationalpark

Die Festung Kochav haYarden (Stern des Jordan) ist auch unter ihrem arabischen Namen “ Kaukab al-Hawa“ bekannt. Es ist eine Reise zu einer der schönsten und am besten erhaltenen, übrig gebliebenen Kreuzfahrerfestungen. Die Festung steht auf den Höhen von Ramat Yisachar und überblickt den Jordan, das Tal des Sees von Galiläa, das Tal Beit She’an und das untere Galiläa. Sie wurde vom Johanniterorden in einer Höhe von 500 Metern und mehr über dem darunter liegenden Tal errichtet. Sie wurde Belvoir (schöne Aussicht) nach den spektakulären Aussichten, die man von der Festung aus hat, genannt.
Eine Fahrt durch den Hof des Festung zeigt dem Besucher die Stärke des Kreuzfahrerbauwerkes sowie die Aussichten auf den Jordan und die Wege des Statuengartens mit Heiligenfiguren des Bildhauers Yigal Tomarkin, die sich in der Nähe der Festung befinden.
Die einfachste Route zum Nationalpark to Kochav haYarden führt durch die Straße 90. Etwa 2 Kilometer nördlich des Kibbuz Newe Or fahren Sie westlich entlang Maale Elisha und folgen den Schildern zur Festung.

“Die kleine Schweiz
” und das Karmel “Hai-Bar”
Das Naturschutzgebiet der Berges Karmel ist das größte Naturschutzgebiet in Nord-Israel. Man kann durch das Reservat fahren oder wandern und Wanderungen kombinieren und einzigartige Orte erreichen.
Der Haupteingang zum Park befindet sich nahe des Campus der Haifa-Universität, direkt neben der Straße, die Haifa mit dem drusischen Dorf Isfiya verbindet. Eine asphaltierte Straße führt die Touristen zu einem Parkplatz, von dem aus ein 1 Kilometer langer Wanderweg zu einem Ort führt, der als „kleine Schweiz“ bekannt ist. Eine Wanderung entlang des Weges führt ins Dickicht, wo Touristen Pflanzen, Blumen und Tiere sehen können, die gelegentlich dem Blick entwischen. Nahe einer felsigen Klippe, die durch die Arbeit des Wassers in vergangenen Zeiten die Form einer riesigen Pfeife angenommen hat, ist es empfehlenswert, anzuhalten und den Fluss hinunter und auf die Ufer des Mittelmeeres zu schauen, die in einiger Entfernung auftauchen.
Am Ende der Wanderung empfehlen wir, zur Hauptstraße zurückzukehren und zum Karmel “Hai-Bar” weiterzugehen. Dieses Wildtierreservat wird als Aufzuchtstation für Tiere genutzt, die in dieser Gegend seit vielen Jahren leben, jedoch über die Zeit vom Aussterben bedroht wurden. Heute versucht die Behörde für Natur und Nationalparks, wieder zum Karmel zurückzubringen, indem sie sie wieder eingewöhnt und später in die Wildnis entlässt. Tiere wie Dammhirsche, Rehe, wilde Steinböcke, wilde Schafe und ägyptische Geier kann man hier beobachten.

Zusätzliche Informationen finden Sie auf der Webseite
www.parks.org.il  

Der Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung der israelischen Reiseführergesellschaft zur Verfügung gestellt
http://www.tour-guides.co.il/itg/


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