Im Berg Karmel Hai Bar Reservat südlich von Haifa erlebt man Wildnis und Natur pur. Hier können Sie eine anmutige Herde persischen Damwilds live in Aktion erleben und wie die Hirsche mit ihrem stattlichen Geweih und die gefleckten jungen „Bambis“, die mit ihren Müttern im Schatten ausruhen. Bei Hai Bar Yotvata versammeln sich die Straußenvögel neugierig um Ihren Wagen und die Antilopen reiben sich gesellig aneinander. Aber: Sie befinden sich in keinem gewöhnlichen Wildpark oder Zoo. Sie sehen tatsächlich biblische Wildtiere, die zurückgekehrt sind, um sich in diesem Land nach langer Abwesenheit wieder zu vermehren.
Persisches Damwild, armenische Wildschafe, Gazellen, Oryxantilopen, Wüstenkühe, wilde Esel und Vögelarten wie Geier, Eulen und Strauße, die alle in der Bibel erwähnt werden, waren hier bis zum Ersten Weltkrieg ein Teil der Landschaft. Der weit verbreitete Gebrauch von Feuerwaffen bei der Jagd auf diese herrlichen Geschöpfe brachte viele von ihnen zum Aussterben. In den späten 1960ern entschied sich die israelische Natur- und Parkbehörde/ Israel Nature and Parks Authority (INPA), sich auf das Restaurationsprojekt für Wildtiere einzulassen, indem sie erstmals das persische Damwild wieder einführte. Direkt vor der iranischen Revolution hatte der Schah zugestimmt, Israel eine Anzahl dieser wundervollen Tiere aus seinem eigenen Zuchtprogramm zu überlassen. In einer dramatischen Luftbrücke nach dem Fall des Schah gelang es Israel, vier Exemplare dieses Wildes mit dem letzten El Al Flug aus Teheran auszufliegen. Persisches Damwild gehört immer noch zu den geschützten Tierarten und wird in Hai Bar Karmel aufgezogen, wo es zwischen den bewaldeten Hügeln des Karmel liegt. Von hier aus werden einige nach und nach in die Wildnis des oberen Galiläa und die Berge Jerusalems entlassen, wobei sie mithilfe besonderer Funkhalsbänder von Experten überwacht werden. Freiwillige Helfer unterstützen sie und haben ein Auge auf ihr Wohlergehen und ihre Fortschritte.
Die Fahrt durch das Hai Bar Karmel Reservat beginnt mit einem fantastischen Blick über die Landschaft vom Dach eines kleinen Besucherzentrums. Hier werden auch die Arbeiten und Bemühungen der Wiedereinführung der Tiere seitens der INPA gezeigt. Dann ist es Zeit, das Reservat zu erkunden: Entlang eines 730 Meter langen, gepflasterten Weges wandern Sie den Berg hinab. Von hölzernen Balkonen aus können Sie leicht die Einwohner beobachten – Rehe, die auch im Hohelied der Bibel erwähnt werden, wilde Ziegen, Gazellen und wollige, armenische Schafe. Schilder klären über jedes Tier und seine Gewohnheiten auf. Am Ende der Wanderung finden Sie eine Umzäunung für das Damwild und die herrlichen Griffon-Geier, die hier ebenfalls großgezogen werden.
Ein e weiter Begegnung mit wilden Tieren erleben Sie in Hai Bar Yotvata, 30 Minuten nördlich von Eilat. Hier fahren Sie wenige Kilometer durch das Reservat, und können entlang des Weges die Tiere sehen – die Oryxantilope (von der man glaubt, sie sei der Ursprung des Einhorn-Mythos, weil in der Profilansicht das Paar krumm gewachsener Hörner wie eins erscheint), somalische Wildesel, Wüstenkühe, Straußen und mehr. Es besteht die Möglichkeit beim INPA-Aufseher, der Sie begrüßt, eine CD auszuleihen, die Sie im Auto abspielen können, welche dieTiere beschreibt und ungewöhnliche Geschichten über ihr Verhalten und die Eigenarten mancher Individuen erzählt. Ihre Fahrt endet mit einem Besuch im Nachtraum, wo schwach beleuchtete Umzäunungen die nächtlichen Bewohner der Wüste zeigen, sowie das Raubtierzentrum, die Heimat der gefleckten Leoparden, der Wölfe, der großohrigen Wüstenluchse, der Schlangen und mehr.
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